Wie man neue Routinen einführt.
Ein neuer Tag – und wie du ihn startest, kann deinen ganzen Tag bestimmen.
Magst du neue Routinen ausprobieren für einen entspannteren Start?
Hier sind einige Tipps für dich:
Bleibe noch – Bevor du dich aus dem Bett erhebst, bleibe einige Momente liegen und spüre deinen Körper, deinen Atem. Lass dir Zeit wirklich aufzuwachen. Vielleicht magst du die Hände auf den Bauch legen, die Wärme spüren, einige Atemzüge machen. Und – nimm einfach dich als Mensch wahr, ohne Rolle oder Aufgabe.
Aufstehen – auch dies kannst du mit einer Portion Achtsamkeit tun. Nimm wahr, wie du dich aus dem Bett aufrichtest, deine Füsse auf den Boden stellst, und langsam ins Bad oder Küche gehst. Lass dich nicht hetzen. Nimm deine Füsse wahr, den Kontakt mit dem Boden. Spüre deinen Atem, wie er sich ändert mit der Bewegung.
Bewegen – Wenn du magst, strecke dich ausgiebig, öffne vielleicht auch das Fenster weit für einige Momente und geniesse den Morgen, das Vogelgezwitscher oder was du sonst siehst, hörst, riechst, spürst. Wer es gern sportlicher mag, kann einige Yoga – oder Dehnübungen machen, 2, 3 oder vielleicht schon 15 Minuten sind gut – Probiere aus, und die Regelmässigkeit machts!
Alle Sinne einsetzen – Dein erster Schluck Kaffee, Tee oder das Duschen am Morgen – auch dies kannst du in Ruhe und mit allen Sinnen geniessen. Dein Geist ist vielleicht schon bei der Arbeit, Kindern oder sonstwo. Bemerke dies und fokussiere dich immer wieder von Neuem auf das, was du tust.
Morgenmeditation – Ideal kann es sein, wenn man am Morgen nach dem Aufstehen meditierst. Meditation am Morgen ist wohltuend, und bringt dich sanft in den Tag. Du bist noch frisch und es gab noch keine Ablenkungen vom Tag. Es stärkt deine Achtsamkeit und lässt dich mit einem ruhigen Geist starten.
Habit Stacking – Sinnvoll verbinden
Habit Stacking bedeutet: wir können unseren inneren Schweinehund überwinden, indem wir Routinen mit bestehenden Gewohnheiten verknüpfen. Zum Beispiel können wir uns einen günstigen Zeitpunkt am Morgen suchen und überlegen, mit welcher Gewohnheit sich das neue Vorhaben – zb Meditation, Yoga – gut kombinieren lässt. Warum nicht einfach ein paar Kniebeugen während des Zähneputzens ? Oder achtsames Sitzen am Tisch mit dem heissen Kaffee vor einem, und nur da sein für 1 Minute, den Körper wahrnehmen? Die gewohnte Tätigkeit erinnert daran, das Vorhaben durchzuführen.
Wer sich zu viel aufs Mal vornimmt, scheitert eher. Also, auch hier – weniger ist mehr.
Dafür ist es gut, etwas Geduld aufzubringen und durchzuhalten. In einer Studie kam heraus, dass es durchschnittlich 66 Tage dauert, bis man ein neue Handlung automatisch ausführt.
Dranbleiben lohnt sich – und eine neue Gewohnheit wird zu einer Routine, über die wir dann gar nicht mehr nachdenken – wie Zähne putzen am Abend!
Viel Spass beim Ausprobieren.
Eure Lioba